Warum man als Veganer oder Vegetarier auf Produkte von konventionellen Herstellern verzichten sollte – Die Wahrheit über Rügenwalder, Beyond Meat und Co.

Geht man 2019 durch die Supermärkte und Bioläden fällt eines auf: Die Auswahl an veganen oder vegetarischen Alternativen wächst.

Immer mehr Menschen stellen ihre Ernährung um. Doch wer der Umwelt oder den Tieren zuliebe auf Ersatzprodukte zurückgreifen möchte, muss bei der Auswahl vorsichtig sein. Viele der Produkte stammen nämlich von Fleischkonzernen oder Molkereien.
Wer genau diese Produkte eigentlich herstellt und welche Unternehmen hinter den einzelnen Marken stehen, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Dieser Beitrag soll etwas Licht ins Dunkle bringen.

Die folgenden Firmen gehören eigentlich zu Fleischprodukzenten:

Quelle: https://vegan-welt.de/wer-steckt-hinter-den-fleischersatzprodukten/

Beyond Meat (Burger) der Wolf im Schafspelz

Als ich erfahren habe, wer hinter dem Beyond Meat Burger Patty steckt, habe ich am ganzen Körper Gänsehaut bekommen. Hier in Deutschland ist für den Vertrieb des Beyond Meat Burgers an Restaurants nämlich die PHW-Gruppe zuständig. Und das ist nichts anderes als ein gigantischer Fleischkonzern. Zur PHW-Gruppe gehört zum Beispiel auch die Geflügelmarke Wiesenhof.

Man kann sich das so vorstellen, dass das Geld aus allen Firmen in die PHW-Gruppe fließt. Also auch das Geld, welches mit veganen oder vegetarischen Produkten eingenommen wird.

Rügenwalder Mühle vertraut und gut. Oder doch nicht?

Viele Konsumenten finden es gut, dass Firmen wie die Rügenwalder Mühle seit 2014 auch ein vegetarisches und veganes Sortiment haben.

Eigentlich stellt die Firma hauptsächlich Wurst und Schinken her. Unterstützt bei dieser Sortimentserweiterung wird die Mühle dabei von ProVeg (früher VEBU). Die meisten der Produkte von ProVeg enthalten jedoch Ei. Kauft man also vegane Produkte der Firma Rügenwalder Mühle unterstützt man weiterhin den Verbrauch von Ei von ProVeg und eben die Geflügelproduktion von Wiesenhof.

Recker Convenience = Like Meat

Like Meat hängt eng mit Recker Convienience zusammen.

Die Recker Convenience GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Auf deren Homepage findet man folgende Aussage:

„Auf zwei Produktionslinien werden 20.000 Schnitzel pro Stunde hergestellt […] Es werden mit ca. 90 Mitarbeitern über 6.000 Tonnen Schweineschnitzel hergestellt. Die Kapazität der neuen Produktionsstätte beträgt ca. 8.000 – 10.000 Tonnen jährlich.“

Leider ist es so, dass wir Veganer und Vegetarier mit dem Kauf von vegetarischen oder veganen Produkten dieser Hersteller der Umwelt und den Tieren nichts Gutes tun.

Wie ich das sehe, haben sich diese Firmen nicht der Umwelt, uns oder den Tieren zuliebe dazu entschlossen, ihre Produktpalette zu erweitern. Es geht lediglich darum, die Menschen die ihre Ernährung zu vegetarisch oder vegan umstellen und ihre Partner, Familie und Freunde nicht als Kunden zu verlieren. Aber nicht nur das, die Gewinnmarge dieser Produkte ist so groß, dass der Gewinn in den Ausbau der Fleisch- oder Molkereifabriken gesteckt wird.

Diese Lebensmittelkonzerne machen ebenfalls den Vegan-Trend mit:

Quelle: https://vegan-welt.de/wer-steckt-hinter-den-fleischersatzprodukten/

Nestlé

Ein paar Worte zu Nestlé, einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt. Der Konzern stellt die unterschiedlichen Waren her. Da Nestlé ein globaler Konzern ist, findet die Produktion dort statt, wo es am profitabelsten ist: also dort, wo die Steuerlast gering ist, die Umweltauflagen zu vernachlässigen und die Löhne niedrig sind.

Aber nicht nur das, Nestlé soll außerdem vielen Menschen den Zugang zu erschwinglichem sauberem Wasser verwehren.

Übrigens: Der vegane Burger von McDonald’s, der seit 2019 verfügbar ist, wird auch von Nestlé produziert.

Rein vegane Produktionen:

Quelle: https://vegan-welt.de/wer-steckt-hinter-den-fleischersatzprodukten/

Und was ist mit den Eigenmarken der Supermarktketten und Bioläden?

Es gibt selbstverständlich noch viel mehr vegane und vegetarische Anbieter. So zum Beispiel die Eigenmarken einiger Ladenkette wie z.B. Alnatura, Edeka, Aldi, Lidl und Penny um nur einige zu nennen.

Auch bei diesen Produkten ist es für den Verbraucher gar nicht mal leicht herauszufinden, wer eigentlich hinter den Produkten steckt.

Ich persönlich nehme auch von diesen Abstand. Ich sehe das so, an sich liegt dem Hersteller auch hier nicht das wohl der Tiere oder die Umwelt am Herzen. Es geht schlicht und einfach darum, Veganer und Vegetarier nicht als Kunden zu verlieren und das möchte ich nicht mehr unterstützen. Durch den Kauf solcher Produkte wird es für kleine, rein vegane Produktionen nämlich immer schwerer, sich in (herkömmlichen) Supermärktrn zu positionieren.

Wo kann ich mit gutem Gewissen vegane oder vegetarischen Produkte kaufen?

Zum Glück gibt es schon seit Jahren Firmen, die ein komplett veganes/vegetarisches Sortiment und Produktion haben und diese Produkte auch schon lange vor dem Vegan-Hype angeboten haben. (Siehe Liste oben.) Diese findet ihr vor allem im Biomarkt oder auch online auf den Firmeneigenen Shop-Seiten.

Dass Bio immer teurer ist ist übrigens auch in diesem Fall ein Mythos. Oft sind die Bio-Produkte sogar im Verhältnis günstiger. Vergleicht doch einfach mal den Preis pro 100g oder pro Kilo. 😊

Hier findet ihr genauere Infos zu weiteren Herstellern.

Quelle: https://vegan-welt.de/wer-steckt-hinter-den-fleischersatzprodukten/